Neueste Änderungen bei der Bildungsprämie

 

 

1.  Anmeldedatum nicht mehr maßgeblich: Das Anmeldedatum ist im Unterschied zur 1. Förderphase für die Gutscheinerstattung nicht mehr maßgeblich. Aber: Wurde vor dem Besuch der Beratungsstelle und vor Ausstellung des Prämiengutscheins eine Rechnung für die angestrebte Weiterbildung ausgestellt, der Eigenanteil für die Weiterbildungsmaßnahme bereits entrichtet oder hat die Weiterbildung schon begonnen, kann eine Erstattung des Prämiengutscheins nicht erfolgen.

2.  Anbieternennung auf dem Gutschein nicht mehr verbindlich: Bei der Nennung der Weiterbildungsanbieter auf dem Prämiengutschein, handelt es sich seit dem 01.12.2011 lediglich um Empfehlungen. Auch wenn Sie als Anbieter nicht auf dem Gutschein aufgeführt sind, können Sie ihn annehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr Unternehmenssitz in Deutschland liegt und Sie die Qualitätsanforderungen erfüllen. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Angebot zum, auf dem Gutschein eingetragenen, Weiterbildungsziel passt.

3.  Gültigkeitsdauer des Gutscheins kann nicht verlängert werden : Die Gültigkeitsdauer des Gutscheins hat sich verändert. In der aktuellen Förderphase ist ein Gutschein sechs Monate gültig. Innerhalb dieser Zeit muss der Kurs begonnen worden sein. Eine Verlängerung ist nicht mehr möglich. Einen abgelaufenen Gutschein können Sie nicht annehmen.

4.  Neue Qualitätsanforderungen: Zur neuen Förderphase wurden die Qualitätsanforderungen an die Weiterbildungsanbieter neu geregelt (siehe http://www.bildungspraemie.info/de/989.php). Die Einhaltung dieser Anforderungen ist Voraussetzung für die Erstattung der Prämiengutscheine.

5.  Teilnahmebescheinigung erforderlich: Auf Grund eines Einspruches des Europäischen Sozialfonds ist es jetzt notwendig, eine sowohl vom Anbieter als auch vom Teilnehmenden unterschriebene Teilnahmebescheinigung bei der Abrechnung mit einzureichen. Ein Muster für die Teilnahmebescheinigung finden Sie im Antragstool.

6.  Antragstellung erst nach Maßnahmenende möglich: Falls der Kurs, für den die Gutscheinerstattung erfolgen soll, noch nicht beendet ist, erhalten Sie im Antragstool eine Fehlermeldung zurück. Grund ist: Eine Einlösung wird erst nach dem Tag des Kursendes zugelassen. Aber: Bei einer längeren Weiterbildung kann der Abschluss einer Maßnahme auch an einem inhaltlich eindeutig abgrenzbaren Teilabschnitt festgemacht werden. Über den Prämiengutschein können dann auch die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Kosten geltend gemacht werden. Ein Maßnahmeabbruch stellt jedoch keinen inhaltlich eindeutig abgrenzbaren Teilabschnitt dar (siehe auch FAQ-Liste im Internet).

7.  Datierter Kontoauszug oder beidseitig unterschriebene Quittung erforderlich : Ein Auszug aus einem Finanzbuchhaltungsprogramm wird nicht mehr als Nachweis der Zahlung des Eigenanteils von der begünstigten Person an den Weiterbildungsanbieter akzeptiert. Alternativ zum datierten Kontoauszug können Sie eine Quittung einreichen. Diese Quittung muss vom Weiterbildungsanbieter und von der begünstigten Person gemeinsam unterschrieben sein und im Original eingereicht werden.

8. Pflichtfortbildungen nicht förderfähig: Weiterbildungsmaßnahmen, die der Erfüllung einer regelmäßigen, nachweislichen Fortbildungsverpflichtung dienen, sind in der neuen Förderphase nicht förderfähig. Fortbildungsverpflichtungen bestehen z. B. für Berufskraftfahrer nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz oder für verschiedene Personengruppen in Heilberufen. Einmalige verpflichtende Weiterbildungsmaßnahmen sind hingegen förderfähig (z. B. Sachkundenachweise und Befähigungsnachweise).

 

Im Kontext der Neujustierung des Programms zur 2. Förderphase wurden darüber hinaus einige weitere Änderungen der Förderkonditionen vorgenommen:

  • Die Einkommensgrenzen wurden auf ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 20.000 EURO für alleinstehende und 40.000 EURO bei gemeinsamer Veranlagung festgelegt.
  • Ein Prämiengutschein kann nur noch alle zwei Jahre von einer interessierten Person beantragt werden
  • Die Förderung beschränkt sich auf Personen, die mindestens im Umfang von 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder über einen entsprechenden Arbeitsvertrag verfügen (z.B. im Falle von Elternzeit, Pflegezeit etc.)

 

Guido Renneberg in - Business und Management Trainings